Sonnenwind
Der Sonnenwind ist ein kontinuierlicher Strom geladener Teilchen aus der Sonnenkorona. Seine Geschwindigkeit, seine Dichte und das mitgeführte Magnetfeld bestimmen, wie viel Energie in die Magnetosphäre der Erde übertragen wird – und damit, ob ein Polarlicht entsteht.
Aktuelle Bedingungen in Echtzeit
Quelle: NOAA SWPC
Geschwindigkeit und Dichte
Ein ruhiger Sonnenwind bewegt sich mit etwa 300–400 km/s. Ein Strom aus einem koronalen Loch hebt das auf 500–700 km/s, ein koronaler Massenauswurf kann 1.000 km/s überschreiten. Höhere Dichte bedeutet mehr Teilchen für die Stromsysteme, die das Polarlicht zum Leuchten bringen.
Warum IMF Bz am wichtigsten ist
Bz ist die Nord-Süd-Komponente des interplanetaren Magnetfelds. Wird Bz deutlich negativ – also südwärts gerichtet –, verbindet es sich mit dem nordwärts gerichteten Erdfeld und öffnet den Schild, sodass Energie eindringen kann. Ein schneller Wind mit nordwärts gerichtetem Bz bringt oft überhaupt nichts.
Häufige Fragen
- Wie viel Vorwarnzeit gibt der Sonnenwind?
- DSCOVR und ACE stehen rund 1,5 Millionen Kilometer sonnenwärts am L1-Punkt, was je nach Windgeschwindigkeit etwa 15 bis 60 Minuten Vorwarnzeit ergibt.
- Welcher Bz-Wert ist relevant?
- Anhaltend unter etwa −5 nT ist beobachtenswert; −10 nT oder tiefer über längere Zeit erzeugt zuverlässig geomagnetische Aktivität auf Sturmniveau.