Der Kp-Index
Der Kp-Index ist ein globales Maß für geomagnetische Störungen, das aus Magnetometer-Observatorien rund um die Erde abgeleitet wird. Er reicht von 0 (völlig ruhig) bis 9 (extremer Sturm) und ist die mit Abstand meistgenutzte Kennzahl in der Polarlichtvorhersage.
Aktuelle Bedingungen in Echtzeit
Quelle: NOAA SWPC
Die Skala in der Praxis
Kp 0–2 ist ruhig: Das Polarlicht bleibt über den Polarregionen. Kp 3–4 gilt als unruhig und bringt Aktivität in hohe Breiten. Kp 5 entspricht einem kleinen G1-Sturm, Kp 6 einem mäßigen G2-Sturm, Kp 7 einem starken G3-Sturm, und Kp 8–9 sind die schweren bis extremen Ereignisse, die Schlagzeilen machen.
Die Grenzen des Index
Kp ist ein Dreistundenmittel planetarer Bedingungen und glättet damit kurze, heftige Substürme; über Ihren lokalen Himmel sagt er nichts aus. Ein kurzer, intensiver Ausbruch kann stattfinden, während der Kp noch einen moderaten Wert anzeigt.
Häufige Fragen
- Wie wird Kp berechnet?
- Dreizehn geomagnetische Observatorien melden jeweils einen lokalen K-Wert für ein Drei-Stunden-Fenster. Diese Werte werden breitenabhängig standardisiert und zum planetaren Kp gemittelt.
- Ist ein höherer Kp immer besser?
- Für die Sichtbarkeit aus niedrigeren Breiten ja. In sehr hohen Breiten kann ein großer Sturm das Polarlichtoval jedoch über Sie hinausschieben, sodass das Schauspiel südlich von Ihnen statt im Zenit stattfindet.